Schufa-Eintrag löschen lassen – so funktioniert es

Sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich lässt sich ein Kontakt mit der Schufa nicht immer vermeiden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Mobilfunkvertrag abgeschlossen wird, bei der Suche nach einer Wohnung, der Kreditaufnahme oder der Eröffnung eines Bankkontos.

Sollten negative Einträge bei der Schufa vorhanden sein, so können die daraus entstehenden Konsequenzen durchaus schlimm sein und zu diversen Einschränkungen im Alltag führen. Häufig kann dann kein Kredit mehr beantragt werden, und im Internet wird ein Kauf auf Rechnung abgelehnt. Um die Bonität wieder zu verbessern, können Einträge bei der Schufa aber auch wieder gelöscht werden lassen, dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Alte und inkorrekte Einträge löschen lassen

Negative Schufa-Einträge können den Alltag erschweren

Es gibt zwei Arten von Einträgen, die sich negativ auf die Bonität auswirken, diese sollten so schnell wie möglich ausgemerzt werden. Zum einen sind dies veraltete Informationen, und zum anderen können Daten auch fehlerhaft sein.

Die Speicherung solcher Einträge ist nicht rechtmäßig und kann deshalb angefochten werden. Allerdings sind einige Negativeinträge auch zu Recht bei der Schufa gespeichert, nämlich wenn Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird.

Verwechselungen sind häufig die Ursache für Fehler bei den Schufa-Einträgen, denn zig Namen sind mehrfach vorhanden, und jeden Tag erteilt das Unternehmen mehr als 350.000 Auskünfte. Bei der Schufa gibt es Fristen bezüglich der Speicherung von Daten. Bei der Fülle der Informationen kann es aber vorkommen, dass Informationen nach deren Ablauf nicht umgehend gelöscht werden.

Es kommt erst zur Löschung von Einträgen, wenn eine Forderung beglichen wurde und der Gläubiger die Schufa darüber informiert. Außerdem muss die Verjährungsfrist abgelaufen sein. Manchmal werden auch falsche Daten an die Schufa übermittelt, das betrifft zum Beispiel Informationen zu Laufzeiten von Verträgen und deren Höhe.

Einige Einträge können nicht gelöscht werden

Nicht alle Schufa-Einträge können gelöscht werden, das gilt zum Beispiel für Forderungen mit einem gerichtlichen Titel. Das bedeutet, dass ein Vollstreckungsbescheid vorliegt und der Betrag noch nicht beglichen wurde. In diesem Fall kann eine Löschung nur erfolgen, wenn der offene Betrag vom Schuldner bezahlt wird.

Sobald dies erfolgt ist, erfolgt nach einer Bestätigung vom Gläubiger eine Entfernung beim Amtsgericht. Anschließend erfolgt eine Benachrichtigung der Schufa, mit Zustimmung des Gläubigers kann der negative Eintrag dann vorzeitig gelöscht werden. Verweigert dieser jedoch die Zustimmung, ist eine frühere Löschung ausgeschlossen.

Die Voraussetzungen für eine frühzeitige Löschung

Die Bonität jedes Verbrauchers wird durch negative Einträge bei der Schufa stark beeinflusst. Sie erfolgen, wenn Zahlungsaufforderungen längere Zeit nicht erfüllt werden und der Gläubiger dem Schuldner einen Eintrag bei der Schufa angedroht hat.

Wird die Zahlung dennoch nicht geleistet, wird ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet, dem folgt unter Umständen ein Vollstreckungsbescheid und schließlich ein negativer Schufa-Eintrag. Benachrichtigungen durch Inkassounternehmen, die Meldung einer Privatinsolvenz oder Informationen über Schulden können zu negativen Einträgen führen.

Wie lange ein Eintrag gespeichert und wann er automatisch gelöscht wird, das hängt von mehreren Faktoren ab. Gibt es keinen gerichtlichen Titel und eine Forderung wurde beglichen, kann ein negativer Eintrag nur nach Zustimmung des Gläubigers entfernt werden.

Liegt diese nicht vor, wäre theoretisch noch eine Klage möglich. Die Kosten sind jedoch sehr hoch und die Aussichten auf Erfolg eher gering, so dass es sich kaum lohnt. Beläuft sich die Forderung auf maximal 2.000 Euro, gibt es keinen Vollstreckungsbescheid und der Betrag kann im Zeitraum von sechs Wochen beglichen werden, dann sollte eine vorzeitige Löschung des Eintrags möglich sein.

Das ist bei der Beantragung einer Löschung zu beachten

Um sich einen Überblick über Informationen bei der Schufa zu verschaffen, kann jeder Verbraucher eine Selbstauskunft einholen. Die Daten sollten dann sorgfältig auf ihre Korrektheit und Aktualität überprüft werden. Fallen dabei Fehler auf, hat man verschiedene Möglichkeiten für deren Bereinigung. Im Internet kann man sich bei der Verbraucherzentrale einen Musterbrief für die Löschung oder Korrektur von Schufa-Einträgen kostenlos herunterladen.

Sollte es sich um Fehler bezüglich eines Vertrags handeln, klärt man dies am besten direkt mit dem Gläubiger, dieser kann die Schufa dann darüber informieren, so dass eine Änderung vorgenommen wird. Damit man auch wirklich sicher sein kann, dass die Schufa informiert wurde, kann zusätzlich auch die Schufa über das Anliegen informiert werden.

Soll ein berechtigter Eintrag gelöscht werden, muss man immer darauf achten, von wem der Vermerk gemacht wurde. Nicht selten war dies nicht mehr der eigentliche Vertragspartner, da dieser zwischenzeitlich ein Inkassounternehmen beauftragt hat. In diesem Fall muss man dann mit diesem Kontakt aufnehmen, wenn eine Löschung erfolgen soll.

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